Genug ist genug? Warum Überkapazitäten von Solarstrom Unternehmer zum Umdenken zwingen.
Überkapazitäten können zu negativen Strompreisen führen
Mit über 110 GW Erzeugungskapazität hat der Solarmarkt im vergangenen Jahr einen neuen Spitzenwert erreicht. In den letzten Jahren wuchs die Solarstromkapazität um 10-20% jährlich – und wird das aller Voraussicht auch weiterhin tun. Das führt mittlerweile gerade an sonnigen Tagen und zu bestimmen Hochzeiten der Solarerzeugung zu einem negativen Effekt für Anbieter von Solarstrom: Große Mengen an grün erzeugtem Strom stehen nicht genügend Abnehmer gegenüber. Wohin dann mit dem Strom? Solarstrom wird verschenkt bzw. die Anbieter zahlen sogar Geld dafür, dass der Grünstrom auf der Verbraucherseite abgenommen wird.
Ist weiterer Zubau dann überhaupt noch sinnvoll?
Die Frage liegt nahe: Braucht es dann überhaupt noch weitere Zubauflächen für Solarenergie, wenn bereits jetzt teilweise mehr erzeugt wird, als wir verbrauchen? Wie sinnvoll ist die Investition in den Ausbau von Photovoltaik, die Versieglung von Flächen sowie die weitere Überlastung von Netzkapazitäten?
Es gibt genug Erzeugungskapazitäten – aber sie liefern nicht zur richtigen Zeit
Wer so denkt, hat das Szenario nicht korrekt durchgespielt. Gibt es zu viel Solarstrom? Ja, manchmal! Gibt es immer zu viel Solarstrom? Nein, absolut nicht! Nämlich immer dann, wenn die Sonne nicht oder nicht ausreichend scheint, in der Nacht, an bewölkten Tagen, bei wenig Tageslicht im Winter.
Die Lösung: Effiziente und gezielte Nutzung von Solarenergie durch Speicherung

Jetzt zahlt sich die Investition in intelligente Speicherung von Energie aus wie nie zuvor. Es geht nicht mehr nur darum, Energie günstig mit der Kraft der Sonne zu erzeugen, sondern sie dann zu nutzen, wenn Energie gerade wenig verfügbar und damit teurer ist.
Denn nicht zu viel Solarstrom ist das Problem, ungenutzter Solarstrom ist es!

